Thomas Herrendorf

Er liebt den Bruch, eine Prise Augenzwinkern, ist eigenwillig, unangepasst, macht absolut sein Ding. Thomas Herrendorf ist der Forscher und Sammler unter den Berliner Inneneinrichtern. Nur Möbel verkaufen, das ist doch nichts, findet er und vermittelt am liebsten Lebenskultur. Seine Berliner Wohnung gleicht einer Bühne. "Historische Anarchie in modernen Räumen", nennt er sein Einrichtungscredo. Er mixt 20er-Jahre-Bilder, Louis-XVI- mit Plexiglasstühlen, reist um die Welt, kauft ein, stöbert auf Messen, in Hinterhöfen, immer wach und offen. Modisches liegt ihm nicht, er will stilvoll einrichten, verschiedene kulturelle Einflüsse kombinieren.

Dabei sind Thomas Herrendorf die Wünsche seiner Kunden heilig, die er gerne auch mit zu einer Auktion oder in eine Galerie nimmt.

Der Autodidakt jobbte bereit mit 15 in einem Einrichtungsgeschäft und führt sein eigenes Unternehmen "schon sein halbes Leben". Für seine Kunden wählt er aus einem Schatz an Kollektionen, die er aus der ganzen Welt zusammengetragen hat, Möbel, Leuchten, Stoffe, Teppiche, Accessoires. "Ich bin der Chefdirigent, meine Mitarbeiter mein Orchester", schmunzelt er. Als Netzwerker gelingt es ihm, die Wünsche seiner Kunden nach Veränderung wahr werden zu lassen. Gemeinsam mit Architekten, Lichtplaner und Landschaftsgärtner gestaltet er Lofts, Botschaften, Restaurants - einfach alle erdenklichen Objekte.

Berlin ist sein Zuhause, die Welt seine Inspirationsquelle - Thomas Herrendorf geht achtsam mit den Einrichtungsvorlieben seiner Kunden um. Egal, ob bekannte Persönlichkeiten wie etwa Günther Jauch oder Peter Scholl-Latour bei ihm vorbeikommen oder eine Nachbarin aus der Lietzenburger Straße ihre Wohnung verschönern will.

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